Ev. Kindertagesstätte

am Plessefelsen in Wanfried

Das Freispiel ist die Basis unserer pädagogischen Arbeit. Entsprechend ihrer Entwicklung fördern und fordern wir die Kinder. Unser Ziel ist es, die Kinder zu selbstbewussten, verantwortungsvollen und sozial-kompetenten Menschen zu erziehen.

Sie sollen sich sich selbst und anderen gegenüber wertschätzend und aufgeschlossen verhalten und dem Leben neugierig gegenüber stehen. Im Spiel hat das Kind die Möglichkeit, sich individuell zu entfalten. Kinder müssen nicht „beschäftigt“ werden, da sie sich unentwegt selbst damit beschäftigen, ihre Umgebung zu erforschen und zu erobern. Spielend lernen sie dabei immer mehr über ihre zunehmend größer werdende Welt. Das Freispiel nimmt einen großen Teil des Tages ein. Während der Freispielzeit geben wir den Kindern Zeit und Raum, sich ihren Bedürfnissen entsprechend im Spiel zu entwickeln.

Emotionale und soziale Kompetenzen sind Voraussetzung, damit ein Kind lernen kann, sich in die soziale Gemeinschaft zu integrieren. Das Kind soll in der Gruppe „ankommen“, seinen Platz finden, Zusammenhalt spüren, sich wohl und geborgen fühlen, fröhlich und aufgeschlossen sein.

So fördern wir die emotionale und soziale Kompetenz der Kinder:

Wir legen großen Wert auf das Freispiel. Hier können die Kinder ihre sozialen Kompetenzen trainieren, Konflikte austragen lernen und Kompromisse schließen lernen. Gemeinsam mit den Kindern stellen wir soziale Regeln für die Gemeinschaft auf (nach dem Spiel aufräumen, aufeinander warten, sich gegenseitig helfen).

Das Kind lernt zu teilen (Spielmaterial oder die Aufmerksamkeit der Erzieherin).

Mit Gemeinschaftsarbeiten fördern wir den Zusammenhalt der Gruppe und die Kooperation. Durch Gruppenfeste stärken wir das Gemeinschaftsgefühl (Geburtstagsfeiern, Feste im Jahreskreis, gemeinsame Ausflüge).

Grundlage für eine gute Zusammenarbeit zwischen Eltern, Kindern und Krippenerzieherinnen ist ein stabiles Vertrauensverhältnis. Die neue Lebenssituation ist für das Kind, aber auch für die Bezugspersonen, häufig mit großer Unsicherheit verbunden. Die Gestaltung der Eingewöhnung soll deshalb so sanft wie möglich stattfinden.

Wir gewöhnen unsere Krippenkinder nach dem „Berliner Eingewöhnungsmodell“ ein.

Vor Beginn der Eingewöhnung findet ein Hausbesuch der Krippenerzieherinnen statt, bei dem sich alle gegenseitig im geschützten häuslichen Lebensraum des Kindes kennenlernen und ein ausführliches Erstgespräch erfolgt. Dieses Gespräch hilft beim gegenseitigen Kennenlernen und dem wichtigen Informationsaustausch, um die Besonderheiten des Kindes zu erfahren und Fragen zu klären.

Die Eingewöhnung erstreckt sich insgesamt durchschnittlich über einen Zeitraum von ca. vier Wochen, kann aber je nach Kind länger oder kürzer sein.

Ablauf der Eingewöhnung

Das Eingewöhnen der Kinder läuft nach einem vereinbarten Zeitplan mit den Eltern ab. Die Eingewöhnungszeit aller neuen Kinder wird gestaffelt.

Gerade die Kleinsten brauchen eine feste Bezugsperson, konstante Spielpartner und immer wiederkehrende Strukturen. Ein stets gleicher Tagesablauf und ein geregelter Schlaf-Wach-Rhythmus erleichtern den Kindern die Orientierung.

Trotz eines festen Rahmens möchten wir uns die Flexibilität erhalten und auf die speziellen Bedürfnisse der Kinder eingehen.

 

  • Frühdienst

    Frühdienst für beide Krippengruppen im Gruppenraum Zwergenland

    Bringen und Ankommen der Kinder

    Zeit für kurze Übergabegespräche mit den Eltern
    (bis 8:30 Uhr sollten alle Kinder anwesend sein)

  • Vormittagskernzeit in der jeweiligen Gruppe

    8:00 – 9:30 Uhr

    Freispiel und/oder angeleitete Anregungen zum Spiel

    gemeinsames Aufräumen

    9:00 – 9:10 Uhr

    Morgenkreis (Begrüßungslieder, Fingerspiele, Kreis- und Bewegungsspiele)

    9:10 – 9:30 Uhr

    gemeinsames Frühstück mit anschließendem Zähneputzen (Üben der KAI-Systematik)

    individuelle Wickelzeit

    9:30 – 11:15 Uhr

    Freispielzeit mit gezielten Angeboten wie z.B.

    • malen, kneten, kleistern
    • Bilderbücher, Fingerspiele, Lieder
    • Tisch- und Regelspiele
    • Bewegungs- und Spielangebote (in der Spielburg)
    • Wasserspiele im Waschraum
    • Freispielzeit auf dem Außengelände
    • Spaziergänge
    • Ausflüge
  • Mittagsbetreuung

    11:15 – 11:30 Uhr

    Vorbereitungen zum Mittagessen

    • Wickeln (individuell)
    • Händewaschen
    • 1. Abholzeit vor dem Mittagessen
    11:30 – 12:00 Uhr

    Mittagessen

    12:00 Uhr

    2. Abholzeit vor dem Mittagessen

    12:00 – 14:30 Uhr

    Wickeln und Mittagsschlaf nach der individuellen Schlafdauer der einzelnen Kinder

     

  • Nachmittagskernzeit in der jeweiligen Gruppe

    ab 14:30 Uhr

    3. (gleitende) Abholzeit am Nachmittag

    Teepause und Freispielzeit

  • Spätdienst

    gemeinsame Freispielzeit beider Gruppen im Gruppenraum Zwergenland oder auf dem Außengelände

  •  

Der Tagesablauf ist geprägt von stabilen, vorhersehbaren und verlässlichen Zeitabläufen, die den Kindern Struktur und Sicherheit geben.

Religiöse Erziehung geschieht nicht losgelöst von allen anderen Bildungsbereichen. Sie fließt in die gesamte Erziehung mit ein und steht in enger Verbindung zur sozialen Erziehung. Die Kinder sollen durch das Vorbild der Erzieherin christliche Werte erlernen. Die Kinder erfahren und leben harmonisches Miteinander, Achtung vor der Verschiedenheit der Menschen, Toleranz anderen gegenüber, Freude an der Schönheit der Natur, Dankbarkeit für liebe Mitmenschen, die Familie, Gottes Geschenke, Blumen, Pflanzen, Wasser und alles, was für unsere Kleinen so neu und interessant ist.

So fördern wir Religiosität und Werteorientierung der Kinder:

  • Die Kinder erleben religiöse Elemente im Tages- und Jahresablauf (z.B. das regelmäßige Morgengebet am Tisch, Besuch von Gottesdiensten und Andachten in der Kirche, Andachtsfeiern in der Kindertagesstätte zu Ostern und Weihnachten, Orientierung am Kirchenjahr)
  • Geschichten und Bilderbücher über Gott, christliche Lieder und einfache biblische Geschichten
  • Kontakte mit unserer Ortspfarrerin zu Andachten, Gottesdiensten, Festen, etc.
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